Historie - Chronik - Nach 1945

Deutsches Wirtschaftswunder

Mit viel Fleiß, Zähigkeit und Ausdauer ging die Augsburger Bevölkerung in diesen Nachkriegsjahren an den Wiederaufbau ihrer schönen Stadt. Und gerade das Metallhandwerk und die vielen mit ihm verbundenen Handwerke leisteten Vorbildliches und waren maßgeblich beteiligt am Zustandekommen des vielgerühmten "Deutschen Wirtschaftswunders".

Die Handwerksordnung

Einen großen Einschnitt zum Segen des Handwerks brachte der Erlaß des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung). Dem offensichtlichen Verfall des Handwerks, der sich durch die Auswirkungen der Gewerbefreiheit nach 1945 gezeigt hatte, konnte nunmehr Einhalt geboten werden. Die Berufsvertretungen bekamen eine neue Grundlage zu ihrem Wiederaufbau, die Bildung freier Innungen als Körperschaften des öffentlichen Rechts wurde dadurch ermöglicht. In Augsburg erfolgte daraufhin am 01. April 1954 die Umbildung der Schlosser-Innung.

Die Schlagzeilen der folgenden Jahre hießen:

1955:

Der Tariflohn beträgt für einen selbständigen Schlosser DM 1,74 pro Stunde.

"Deutscher Handwerkstag" in Augsburg: Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft waren dabei, u. a. "Reichswirtschaftsminister" Professor Erhardt, der spätere Bundeskanzler.

1956:

Böses Blut, weil die Betriebe nicht genügend auf die neuen Anforderungen für den Schweißfachmann-Lehrgang vom 09. bis 28. April eingestellt waren.

1960:

Festveranstaltung zum 60-jährigen InnungsBestehen am 25. November

1966:

Am 21. April wählte die Innungs-Versammlung Fritz Jakob zum neuen Obermeister. Stellvertreter wurde wieder Georg Kollmann.

1969:

Besonders hervorzuheben ist der Verbandstag 1969: Er findet zum ersten Mal in Augsburg statt. Die Tagungen im Augustana-Saal und der abschließende Festabend im Hotel Drei Mohren bleiben lange in Erinnerung. Leider hat es die Tagung total verregnet, sodaß wir nicht einmal die geplanten Rundflüge über die Stadt durchführen konnten. Der nächste Verbandstag in Augsburg wird für das Jahr 2001 geplant. Die Vorbereitungen dazu laufen zum jetzigen Zeitpunkt schon auf Hochtouren - dann wird das 100-jährige Bestehen schon wieder Geschichte sein.

1970:

1970 ändert die Innung ihren Namen: Damals wurde die Änderung in "Innung Metall der Schlosser, Maschinenbauer und Werkzeugmacher Augsburg" beschlossen.

1974:

Das Jahr 1974 hatte weitreichende Folgen - es wurde der Zusammenschluß mit den Schmiede-Innungen eingeleitet. Dadurch erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 102.

1975:

Die Jubiläums-Innungsversammlung des Jahres 1975 fand am 6. November statt im Ratskeller Hollstube. Daran teilgenommen haben neben 51 Innungsmitgliedern der Präsident der Handwerkskammer Josef Egger, welcher auch Goldene Meisterbriefe überreichte. Herr Singer überbrachte die Glückwünsche des Landesinnungsverbandes in München.

1980:

Der Landesinnungsverband wurde umgetauft, er heißt seit 1980 "Fachverband Metall Bayern".

1982:

Am 11. November 1982 übergab Obermeister Jakob Fritz die Führung der Innung an Hans Beck ab. Stellvertreter wurde Rudolf Thoma; Vorstandsmitglieder waren Kollegen Gerhard Morasch, Karl Schäble, Karl Gerhard, Georg Eibei, Jürgen Schmid, Heinrich Seitz und August Luigart.

1985:

1985 feierte unsere Heimatstadt Augsburg ihre 2000-Jahr Feier. Die Innung Metall beteiligte sich mit einer lebenden Werkstatt, die manchem Besucher unvergessen blieb.

1986:

Die vielbeachtete Ausstellung des Johann Weiß präsentierte 1986 in der Handwerkskammer Schwaben eine Sammlung von Schlosserarbeiten aus fünf Jahrhunderten.

1987:

1987 wurde als neuer Obermeister Rudolf Thoma gewählt, sein Stellvertreter wurde Jürgen Schmid. Zum Vorstand zählten Heinrich Seitz, Karl Schäble, Georg Eibei, Alban Brem, Karl Hausmann und Albert Heckl. Nach dem allzufrühen Tod von Obermeister Rudolf Thoma am 19. September 1989 übernahm Jürgen Schmid als Obermeister die Geschicke der Innung.

 
1990: INNUNG METALL AUGSBURG

1990 wurde beschlossen, der Innung den ihr heute gültigen Namen zu geben:

"Innung Metall Augsburg"

Neben monatlichen Vorstandssitzungen und jährlichen Verbandstagen des Fachverbands Metall Bayern wird das gesellige Leben der Innung Metall Augsburg gepflegt, z.B. durch Radtouren und Ausflüge, die Heinrich Seitz und seine Gattin fachkundig organisieren und leiten. Waren die früheren Innungsreisen nur mit Eintagesfahrten verbunden, so wurden die Ziele mit der Zeit aufwendiger und weltweit gesteckt.

Hervorzuheben ist die Tradition der Faschingsbälle - früher im Westendsaal (1950 - 1970), dann im Ratskeller und bis dato ( 2007 ) im Hotel Via Claudia in Gersthofen.

 

Zurück: 1900: Die Schlosserinnung

Zurück: 1368 - Die Schlosserzunft



Einladung zum Landesverbandstag 1969

Johann Weiß
Johann Weiß:
Die vielbeachtete Ausstellung des Johann Weiß präsentierte 1986 in der Handwerkskammer Schwaben eine Sammlung von Schlosserarbeiten aus fünf Jahrhunderten.

Logo Innung Metall Augsburg